Künzell
Mariengrotte in der Fatimaschlucht
Anfahrt
Am Friedhof, 36093 Künzell
Die Fatimaschlucht in Künzell
… Du erreichst sie, vorbei am Friedhof und dem Sportplatz in Künzell …
und Du kannst sie nur durch eine schmale Tür, die in einer Natursteinmauer eingelassen ist, betreten. Diese Mauer trennt bewusst den säkularen vom sakralen Raum. Betont wird die Mauer durch ein vergoldetes Kreuz, auf dessen Schafft die Weltkugel ruht. Das will heißen: Dein Kreuz, Deine Freuden, die Du bringst, durchkreuzen die Welt und führen Dich hier in einen heiligen Raum, in dem ‚Lösungen des Kreuzes‘ im Sinne der Auferstehung auf Dich, den eintretenden Wallfahrer, warten.

Betritt den Raum und mach Dich klein...
Immer nur eine Person kann aufgrund der Enge den Durchgang durchschreiten - ein Wunsch des damaligen Pfarrers Sauerbier – um das würdevolle und andächtige Betreten der Anlage zu wahren.
Die Anlage und die Statue der Mutter Gottes von Fatima wurde 1958 vom Künzeller Landwirt Karl Roth in Dankbarkeit für die Genesung eines Familienmitglieds errichtet.
Beim Betreten der engen Schlucht zur Grotte durchschreitest Du ein Portal, das mit einem vergoldeten Kreuz und einer Weltkugel gekrönt ist. Die Marienstatue thront auf einem Quader aus Muschelkalk. Dahinter eröffnet sich der Blick auf 7 große, raue Schiefersäulen und auf die Natur. Ebenso befinden sich innerhalb der schönen Natursteinmauer ein schlichter Altar sowie Bänke zum Verweilen.
Wenn Du nun diesen heiligen Raum betrittst, dann musst Du Dich klein machen, um die Größe Gottes und der Gottesmutter zu erahnen und für Dein Leben zu erschließen.
Durchgang, Weg und der Mittelpunkt der Andachtsfläche befinden sich auf einer Achse, so dass Du die Gottesmutter von Fatima – Dein Wallfahrtsziel – schon von Ferne entdecken kannst. Dein langer Weg auf die Mutter Gottes zu, ist gleichsam ein Symbol für Deinen Lebensweg mit Jesus Christus und seiner Mutter. An dessen Ende, in logischer Konsequenz und als wichtigstes Element, entdeckst Du Dein Wallfahrtsziel:
Das Bildnis der Gottesmutter

...und die Gottesmutter wird Dir zum Segen!
Die Andachtsfläche bildet einen Kreis – ein Symbol für das Vollkommene, das Göttliche und Sinnbild für die Ewigkeit. Außerdem ermöglicht es die Kreisform Vielen, die vielleicht mit Dir gekommen sind, recht nah an den Mittelpunkt der Gnadenstätte zu gelangen.
Die Gottesmutter von Fatima thront auf einem schlichten, gesägten Quader aus Muschelkalk.
Die hinter ihr angeordneten Schiefersäulen, Sinnbild der sieben Sakramente, der ‚Sieben Schmerzen Mariens‘ oder auch der ‚sieben Freuden Mariens‘ bilden einen würdevollen optischen Rahmen – gleichsam eine steinerne Leinwand, von der sich die Statue optisch abhebt. Auf Abstand gesetzt, lassen die Säulen dennoch Deine Blicke in die dahinterliegende Natur zu.
Die rauen Schiefersäulen weisen Dich auch auf die raue und meist schwierige Welt hin, in der Dich Maria an die Hand nehmen und begleiten möchte.
Vielleicht magst Du ein Licht entzünden, das diese Welt mit all seinen Fragen und Nöten ein wenig heller werden lässt. Hier darfst Du es tun. Wir laden Dich dazu ein.
Und wenn Du ein Opfer dalassen möchtest, dann findest Du hier-
für einen Ort auch am Ausgang des heiligen Raumes in die Welt.

Tritt ein in den Raum des Heiligen!
Mobiliar findet sich in Form des Altares und der Sitzbänke mit Holzauflage in dem erblickten Kreisrund. Beide sind schlicht aus gekantetem Blech gefertigt, um optisch nicht in Konkurrenz zu treten und um Dir nicht den Fokus auf das Wesentliche – das Bildnis der Gottesmutter – zu nehmen.
Der Altar selbst soll erst durch das Auflegen eines Altartuches in Erscheinung treten.
Wenn aus Dankbarkeit diese Grotte 1958 errichtet wurde, so wurde sie mit großem Einsatz seitens der Familie Inge u. Werner Balzter und zahlreichen fleißigen Helfen-den im Jahre 2011 im heutigen Zustand hergerichtet. Möge unsere Grotte als heiliger Ort in der Fatima-schlucht in seiner schlich-ten, aber doch sehr schönen Art, Dich und Zahlreiche, die mit Dir gekommen sind, in all ihren Nöten und Anliegen begleiten und zum Segen für unzählige Menschen werden!
Pfarrer Rudolf Liebig
Bericht über die Fatimagrotte
Quelle: Buch "850 Jahre Künzell - von der Mönchszelle zur sympathischen Gemeinde - Entwicklung eines Dorfes von 1165 bis 2015"; Herausgeber Gemeinde Künzell, 2015