Pilgerzell
Hl. Dreifaltigkeit
Anfahrt
Bonifatiusstraße, 36093 Künzell
Öffnungszeit Kontaktstelle Kirchort
Dienstag: 09:00 bis 12:00 Uhr
Für Sie in der Kontaktstelle: Brigitte Latsch
Außerhalb der Öffnungszeiten erreichen Sie uns im zentralen Pfarrbüro Künzell.
Beschreibung
Das Ensemble besteht aus der Kirche, dem Pfarrhausanbau im Westen, dem freistehenden Glockenturm aus Sichtbeton auf dem mit Waschbetonplatten belegten Vorplatz im Osten sowie dem separaten Jugendheim im Norden.
Die Saalkirche steht auf quadratischem Grundriss; niedrige Seitenwände aus verputztem Mauerwerk und übereckgestellten Stützen in Sichtbeton in den Ecken tragen das innenseitig holzverschalte Zeltdach. Der Altarbereich liegt leicht aus der Raummitte nach Nordwesten versetzt. Die Kirchenbänke stehen auf drei Seiten um die Altarinsel.
Unter der Kirche befindet sich im Westen eine Krypta. Schmale Fensterbänder am oberen Rand der Seitenwände, die sich an den Ecken zu raumhohen Fensterflächen erweitern, belichten den Kirchenraum. Die Flächen des Zeltdaches stoßen versetzt aneinander, so dass Flächen für große Oberlichter entstehen.
Details
Grundsteinlegung: 09.06.1963
Weihung: 05.09.1965
Architekt: Hans Schädel und Albert Quell
Material/Technik: Stahlbetonbau mit Kupferdeckung
Bauform: Zentralbau auf quadratischem Grundriss mit Zeltdach und Campanile
Maße: ca. 20,0 m / 29,6 m / 29,6 m (ohne Turm)
Sitzplätze: 500
Ansichten
Geschichte
Die alte Kirche auf dem Florenberg war seit frühester Zeit die Pfarrkirche für die umliegenden Dörfer.
Nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Zahl der Einwohner in diesen Dörfern um den Florenberg stark.
Nach Planung von 1957 bis 1960 sollte die Kirche am Florenberg erweitert werden. Jedoch wurde durch den Landeskonservator eine Erweiterung, u.a. aufgrund "des Charakters der Kirchenanlage" und die "betonte Lage im Landschaftsbild" abgelehnt.
Am 26. Januar 1961 wurde durch eine Kommission beschlossen einen eigenen Kirchenneubau für Pilgerzell und Dicker Turm zu schaffen.
Der Grundstein wurde am 09. Juni 1963 am Fest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit gelegt. Die Baupläne stammen von Hans Schädel unter Mitarbeit von Friedrich Ebert und Andreas Marquardt aus Würzburg.
Die Kirche wurde als "Zelt Gottes unter den Menschen" geplant. Die Glasfensterentwürfe stammen von Jochem Poensgen. Die Bauleitung hatte der ortsansässige Architekt Albert Quell inne.
Da die Bauarbeiten zügig vorangingen, konnte bereits am 05. September 1965 die Kirche durch den damaligen Bischof Dr. Adolf Bolte aus Fulda geweiht werden. Die Pfarrei Pilgerzell wurde, mit dem Neubau der Kirche, aus der Mutter-Pfarrei Florenberg herausgelöst.
Die Kirche bseitzt 500 Sitzplätze zu denen noch einmal 100 Sitztplätze in der Unterkirche, die dem hl. Johannes von Nepomuk geweiht ist, hinzukommen.
Am 03.06.2006 wurde die Pfarrei Pilgerzell/Dirlos Teil des Pfarrverbundes Florenberg-Ziehers-Süd zusammen mit den Pfarreien Bachrain und Künzell.
Im Rahmen der Neuaufstellung der Pfarreien im Bistum Fulda wird ab dem 01.01.2025 die Pfarrei Pilgerzell/Dirlos in der neugegründeten Pfarrei "St. Flora" aufgehen und dort als Kirchort verbleiben. Die neue Pfarrkirche wird die Kirche St. Flora und St. Kilian auf dem Florenberg sein.